







Karpfen
Erreichbares Alter: bis ca. 50 Jahre
Größe: bis 40kg
Nahrung: Plankton, Insekten, Getreide, Weichtiere
Der Karpfen (Biokarpfen) ist eine jener Fischarten, die in unseren Breiten am längsten gezüchtet wird. Er ist aus Asien kommend in den europäischen Raum vorgedrungen. In unserem Kulturkreis wurde der Karpfen bereits von den Römern geschätzt. Im Mittelalter wurde der Karpfen von den Mönchen gehegt, gepflegt und verbreitet, ist jedoch dann etwas in Vergessenheit geraten.
Erst im 20. Jh. wurde die Karpfenzucht wieder intensiviert und zu einem wichtigen Erwerbszweig der heimischen Landwirtschaft ausgebaut.
Der Karpfen ist eine auf Geschmacksentwicklung sehr sensibel reagierende Fischart und verzeiht es nicht, wenn er zu intensiv gezüchtet wird. Er entwickelt bei extensiver Haltung einen feinen, runden Geschmack und ist eher saftig im Fleisch.
Sein Fettgehalt liegt bei naturnaher Haltung um 5 - 7% Fett in der Muskulatur, also eher gering.
Der in der Natur vorkommende Karpfen ist der Schuppenkarpfen. Im Laufe der Züchtungen haben sich Arten wie Spiegel-, Zeilen-, Leder- und Koi- oder Buntkarpfen herausgebildet.
Rotauge
Erreichbares Alter: bis 12 Jahre
Größe: durchschnittlich 20cm bei etwa 200g, vereinzelt bei 40cm bis zu 2kg
Nahrung: vorwiegend Kleintiere wie Würmer, Schnecken, Insekten aber auch Pflanzen
Rotaugen sehen ähnlich aus wie Rotfedern nur ist die Afterflosse nicht so charakteristisch. Dafür hat das Rotauge wie der Name schon sagt, ein rotes Auge. Es wächst wesentlich langsamer als die Rotfeder und kann auch nicht so groß werden.
Wir werden sehen, wie gut
es sich für die Vermarktung als Speisefisch eignet.
Seit 2005 gibt es das Rotauge in
unserem Angebot.
Amur
Erreichbares Alter: nicht eruierbar
Größe: bis 40kg
Nahrung: Grünpflanzen (deswegen auch die "Kuh des Teiches" genannt)
Der Amur ist ein schöner, eleganter, torpedoförmiger Fisch, der am ganzen Körper beschuppt ist. Seinen Namen erhielt er von dem gleichnamigen chinesisch-russischen Grenzfluss, in dem er ursprünglich beheimatet war.
Er ernährt sich vor allem von Grünpflanzen wie Schilf, mehrzellige Algen, Gras, etc. und wurde deshalb nach 1960 für die Teichpflege importiert.
Um 1kg Körpergewicht zuzunehmen benötigt er etwa 40kg Grünmasse. Er besitzt ein sehr kompaktes weißes Fleisch mit einem klaren Geschmack, dem Hecht ähnlich.
Hecht
Erreichbares Alter: im Durchschnitt 15 Jahre, in Einzelfällen bis zu 30 Jahren
Größe: bei 100cm bis etwa 25kg schwer
Nahrung: Fische, Frösche, Vögel, Kleinsäuger, sprich alles was sich im Wasser bewegt.
Der Hecht ist einer der elegantesten Räuber im Wasser. Er besticht durch sein großes Beschleunigungsvermögen, das er für die Jagd als Standräuber braucht. Er versteckt sich hinter Wurzeln, Wasserpflanzen und ähnlichem und attackiert seine Beute aus dem Hinterhalt.
Er ist also - entgegen der Legende - nicht für den Fettgehalt der Karpfen zuständig, dies liegt ausschließlich in der Verantwortung des Züchters. Sein Fleisch ist eines der magersten (1% Fett i. d. Muskulatur) und sehr kompakt. Für ein gutes Festtagsessen ist er immer sehr willkommen und macht ein prächtiges Bild, wenn er als Ganzes im Rohr zubereitet wird.
Rotfeder
Erreichbares Alter: bis 15 Jahre
Größe: 20-30cm. Einzelexemplare bei max. 50cm bis 3kg
Nahrung: Wasserpflanzen wie Laichkraut, Tausendblatt, Wasserpest, etc. sie ist nahe verwandt mit dem Amur. Man könnte sagen, der heimische Vertreter der Pflanzenfresser.
Die Rotfeder ist ein Fisch den wir erst 2004 in unsere Zucht aufgenommen haben. Unter den Anglern ist sie sehr bekannt und erfreut sich vor allem auch als Köderfisch großer Beliebtheit. Sie hat ein sehr elegantes Aussehen: silbrig, flach, rote Afterflosse (namensgebend).
Unserer Meinung nach wird sie als Fisch für den Verzehr völlig unterschätzt. Deshalb wird sie mit der Saison 2005/2006 von uns auf den Markt gebracht. Wir können allerdings noch nicht sagen, welche Menge wir zur Verfügung haben werden, da noch zu wenig Erfahrung in der Zucht vorhanden ist.
Freuen wir uns auf eine neue, interessante Fischart.
Schleie
Erreichbares Alter: ca. 20 Jahre
Größe: bis 6kg
Nahrung: wie der Karpfen, Plankton, Insekten, Weichtiere, Getreide
Die Schleie ist ein sehr langsam wachsender Fisch und wird daher im Regelfall nach 2 bis 3 Jahren mit 100-300g auf den Markt gebracht. Sie hat eine schöne grün-goldene Färbung und kann in manchen Zuchtformen auch orange-gold sein, dann wird sie Goldfisch genannt.
Dies kommt auch bei anderen Spezies vor.
Sie hat ein hervorragendes Fleisch, das zum Leidwesen so mancher Genießer mit einigen Zwischenmuskelgräten durchsetzt ist. Diese
kann man jedoch wenn man geübt ist einfach einmal durchbeißen und mitessen. Auch bei
der
Schleie gilt, wie
bei fast allen Teichfischen, dass sie extensiv gehalten werden soll,
denn
nur so kann sie ihren köstlichen Geschmack entwickeln.
Wels
Erreichbares Alter: bis 100 Jahre
Größe: Einzelexemplare bis 250kg bei über 3m Körperlänge
Nahrung: Würmer, Schnecken, Insekten, Fische, Frösche, große Exemplare auch Enten, Ratten und andere Teichbesucher.
Der Wels auch Waller genannt, ist ein sagenumwobenes Lebewesen, dem alle möglichen Schandtaten angedichtet wurden. Er ist jedoch kein grauenvolles Monster. Trotz seines eher plumpen Aussehens ist er ein sehr flinker Fisch und vor allem sehr wendig. Seine aktive Zeit ist die Dämmerung und die Nacht. Sein weiches Fleisch ist etwas fetter und eignet sich hervorragend zum Dünsten. Größter Beliebtheit erfreut er sich jedoch bei vielen, die ihre liebe Not mit Gräten haben, da er keine Zwischenmuskelgräten hat.
Zander
Erreichbares Alter: bis 15 Jahre
Größe: im Normalfall bis 70cm und 5kg, bei guten Bedingungen bis 130cm und 15kg
Nahrung: Fische zum Teil auch Lurche, er ernährt sich aber auch kannibalisch
Der Zander ist jener Raubfisch, der seiner Beute nachstellt, also das tut, was man dem Hecht nachsagt. Er jagt vor allem im freien Gewässer und hat auch im trüberen Wasser gute Jagdmöglichkeiten, da er ein besseres Sehvermögen hat. Eine Besonderheit sind die Kammschuppen, die er besitzt, wodurch sich die Haut des Zanders gegen die Schwimmrichtung rauh wie ein Sandpapier anfühlt. Er ist wegen seines bissfesten und grätenarmen Fleisches mit klarem Geschmack einer der begehrtesten Süßwasserspeisefische. Wie eigentlich alle teureren Fische empfiehlt es sich ihn im ganzen zuzubereiten, da man so in den Genuss des ganzen Fleisches kommt und auch die besonders delikaten Teile wie Wange und Kieferfleisch genießen kann.